In dem kleinen Ort Kissi, unweit von Cape Coast, der alten und geschichtsträchtigen Stadt am Atlantik, ist seit 2003 ein Jugendausbildungszentrum für deprivierte Kinder und Jugendliche im Aufbau.
Die Initiative zu der Gründung der seit 2001 aktiven BAOBAB Children Foundation als Nichtregierungs-Organisation ging aus von Edith de Vos aus Freiburg i.B., einer frühpensionierten Waldorflehrerin, die zwei Jahre lang einen Freiwilligeneinsatz in der Oxford Preparatory School in der Gemeinde leistete. Sie lebt seitdem (als einzige Deutsche) ständig vor Ort und finanziert sich selbst.
Ihre Beobachtung der zahlreichen deprivierten Kinder und Jugendlichen in der Region bewog sie zur Gründung der Foundation und der BAOBAB School for Trades and Traditional Arts (BASTRATRAA) mit dem Ziel einer nichtformalen Berufsausbildung für jugendliche Analphabeten, Straßenkinder, Aidswaisen und Kinderarbeiter.
Seit 2005 ist der phasenweise Aufbau von Werkstätten und der zugehörigen Gebäude dieser Heimberufsschule für Handwerk und traditionelles Kunsthandwerk im Gange, allein finanziert aus Spenden. So entstand 2005 ein Schulgebäude mit einfachen Werkstätten für Holzschnitzen, Batiken, Weben, Korbflechten und Schreinern. 2006 folgte der Bau einer Schulküche, eines Regenwasser-Reservoirs und eines Mädchenwohnheims. Inzwischen gibt es auch eine Sanitäreinrichtung, eine Batik- und Nähwerkstatt, ein Jungenwohnheim, ein Gäste- und Volontärshaus und eine Werkstatt für Rattanmöbelbau. Ein weiteres Schulgebäude mit Gruppenräumen und einer Bücherei, eine Töpferei, eine Werkstatt für Glasbeads-Produktion und eine Schreinerei mit Maschinen. Gleichzeitig soll das Gelände und die Gebäude behinderten gerecht gestaltet werden.
Ein Hauptanliegen der Einrichtung ist es, den Analphabetismus zu bekampfen. Da die Kinder nicht oder nur ungenügend die Schule besucht haben, müssen sie erneut in Kulturtechniken eingeführt werden. Sie lernen Lesen, Schreiben, Rechnen und praktische Fertigkeiten in Handwerk und Kunsthandwerk. Eine künstlerisch-praktische Ausbildung soll die Basis schaffen für eine spätere Berufsausübung. Daneben werden alle Schüler in der schuleigenen Farm an den organischen Landbau herangeführt. Die Farm liefert zugleich auch gesunde Nahrungsmittel für die Schulküche und trägt durch den Verkauf von Gemüse, Pilzen und Fischen zum Unterhalt der Schule bei. 2012 soll mit der Kultivierung von Bienen begonnen werden. Das Baobab Haus in Cape Coast (siehe Website) soll die Nachhaltigkeit des Projektes garantieren.
2010 brannten durch ein unkontrolliertes Buschfeuer 5 Gebäude im Zentrum nieder (siehe Startseite der Website). 4 Gebäude sind schon wieder aufgebaut, es fehlt aber noch ein Rundhaus mit 3 Zimmern: 1 Medizinraum, 1 Farmraum zur Verarbeitung von verschiedenen Produkten und Verkaufsraum, 1 Raum zur Unterbringung der gesamten Ausrüstung der Trommel- und Tanzgruppe (Baobab Culture Troupe).
Nähere Informationen erhalten Sie unter:
www.baobab-children-foundation.de