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Modell-Projekt für unterprivilegierte Jugendlichen Bamako/ Mali

In Mali sind Koranschulen Teil eines unkonventionellen Bildungssystems, dessen Ziel es ist, Kindern aus meist unterprivilegierten Verhältnissen eine traditionelle Bildung zu vermitteln. Dieses System gibt es seit Jahrhunderten in den westafrikanischen Ländern, und in der Vergangenheit bot es armen Familien die Möglichkeit, ihre Kinder mit geringeren Kosten zu erziehen und gleichzeitig in einem ihnen vertrauten Bildungssystem zu bleiben. Doch leider sind diese Schulen im Zuge der Modernisierung aus dem Takt der traditionellen Schulbildung geraten; und seit mehreren Generationen ist eine große Mehrheit der Schulabgänger arbeitslos. Diese jungen Menschen, die sich selbst überlassen sind und keine Zukunftsperspektiven haben, geraten leicht in die Kriminalität, in die illegale Migration oder werden zur Zielscheibe dschihadistischer Kanäle, die ihnen eine "bessere Zukunft" versprechen.

Ziel dieses Projekts ist die Schaffung einer wirtschaftlichen Interessengruppe (GIE) für diese arbeitslosen Jugendlichen, damit sie aktive Bürger werden können, die zur Entwicklung ihrer Gemeinschaft und Gesellschaft beitragen können.

So ist ab 2020 die Umsetzung einer Brunnenbohrung, Solarlampen für den Schulhof, ein Ernährungsprogramm und Projekte gegen Arbeitslosigkeit mit einem Gesamtvolumen von ca. € 20.000 geplant.

Begleitet wird diese Projekt von Jean Kardinal ZERBO, Erzbischof von Bamako mit seinem Caritasbüro im Erzbistum BAMAKO, der Ärztin Dr. Assitan Soumare und dem Vorsitzenden des Vereins für Kinder in Not Demba Konate (Regensburg).

Kontaktperson
Michèle und Bernd Becker
Susanne und Jörg Kiefer



Kennwort: „ML 02“