Gesundheit ist eine grundlegende Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Ohne Zugang zu medizinischer Versorgung, Prävention und Rehabilitation bleiben Bildungschancen, gesellschaftliche Teilhabe, Inklusion und wirtschaftliche Entwicklung für viele Menschen unerreichbar. Die africa action / Deutschland e.V. engagiert sich deshalb seit vielen Jahren für eine bessere Gesundheitsversorgung in verschiedenen Ländern Afrikas und leistet damit zugleich einen wichtigen Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs).
Das Nachhaltigkeitsziel SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen stellt das gesundheitliche Wohlbefinden in den Vordergrund. Dieses Ziel verfolgt den Anspruch, allen Menschen ein gesundes Leben zu ermöglichen. Gerade in ländlichen Regionen fehlen jedoch häufig Gesundheitsstationen, Medikamente oder ausgebildete Fachkräfte.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Bereich der Augengesundheit. Aus einer ersten Brillensammlung für Ghana entwickelte sich über viele Jahre ein umfangreiches Engagement gegen vermeidbare Blindheit. Heute fördern wir Augenkliniken, augenmedizinische Zentren und mobile Einsätze in verschiedenen Ländern Afrikas, insbesondere in der Sahelzone. Menschen erhalten Zugang zu Untersuchungen, Operationen, Medikamenten und Sehhilfen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Rehabilitation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen schaffen wir Angebote, die Menschen dabei unterstützen, möglichst selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dazu gehören gemeinwesensorientierte Rehabilitationsangebote, Hilfsmittelversorgung, sowie die Sensibilisierung von Familien und Gemeinschaften für Inklusion und Teilhabe.
Darüber hinaus fördern wir Basisgesundheitsdienste u.a. in ländlichen Regionen. Krankenhäuser, Gesundheitsstationen und Mutter-Kind-Kliniken werden mit medizinischer Ausstattung, Medikamenten und Schulungen unterstützt. Gesundheitsaufklärung spielt dabei eine wichtige Rolle. In unseren Projekten informieren wir über Prävention, Hygiene und Krankheitsvorsorge und stärken damit insbesondere benachteiligte Bevölkerungsgruppen.
Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt unserer Gesundheitsprojekte. Deshalb investieren wir gezielt in die Aus- und Weiterbildung einheimischer Fachkräfte. Ärzt*innen, Pflegekräfte, Optiker*innen, Therapeut*innen und weiteres medizinisches Personal erhalten Fortbildungen und praktische Unterstützung. So stärken wir lokale Strukturen und fördern langfristige Verbesserungen im Gesundheitswesen unserer Partnerländer.
Die Gesundheit eines Menschen steht in engem Zusammenhang mit weiteren Entwicklungszielen. Gute medizinische Versorgung unterstützt SDG 1 – Keine Armut, da Krankheiten häufig zu Einkommensverlusten und sozialer Ausgrenzung führen. Wer gesund ist, kann am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben. Ebenso trägt Gesundheitsförderung zu SDG 4 – Hochwertige Bildung bei, denn gesunde Kinder haben bessere Lernchancen und können regelmäßig die Schule besuchen. Durch unser Engagement für Inklusion leisten wir auch einen Beitrag zu SDG 10 – Weniger Ungleichheiten, wodurch die soziale und gesellschaftliche Inklusion aller Menschen gestärkt wird. Unsere Gesundheitsprojekte verbinden medizinische Hilfe mit nachhaltiger Entwicklung. Gemeinsam mit lokalen Partnern schaffen wir Perspektiven für mehr Gesundheit, Teilhabe und Lebensqualität – und tragen dazu bei, die globalen Entwicklungsziele Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen.







